Die Schuppen, die auf den Flügeln eines Schmetterlings liegen, sind wie Ziegel auf dem Dach eines Hauses oft bunt und bilden Linien, Flecken, Streifen, Flecken – all das nennt man „Flügelmuster“. Manchmal sieht es aus wie ein echtes Bild, entzifferbar. So werden Schmetterlinge grundsätzlich definiert – schließlich ist das Muster jedes Schmetterlings einzigartig.
Betrachten Sie den Flügel eines unserer gewöhnlichen tagaktiven Schmetterlinge, beispielsweise kariert oder perlmuttartig. Entlang seines äußeren Randes verläuft eine aus winzigen Sicheln gefaltete Wellenlinie. Jede Sichel verbindet mit ihren Enden zwei benachbarte Adern. In der Fachsprache handelt es sich um „Randlöcher“.
Unmittelbar hinter den Randlöchern befindet sich eine Reihe runder Flecken. Das sind „Edge Eyes“. Sie können einfarbig sein oder in der Mitte einen hellen Fleck haben – die „Pupille“. Die ersten Augen werden als „blind“, „blind“ oder „geschlossen“, „schlafend“ und die zweiten als „offen“ oder „sehend“ bezeichnet. Noch weiter vom Flügelrand entfernt befinden sich helle Streifen oder „Bandagen“ und dahinter „Basalflecken“.
Die Anzahl und Anordnung der Details des Musters ist selbst bei nahe verwandten Arten unterschiedlich. Augen, Löcher, Flecken und Verbände können ihren Standort ändern, an ungewöhnliche Orte wandern oder einfach verschwinden. All dies wird bei der Beschreibung oder Definition von Schmetterlingen beachtet. Na ja, was ist noch nicht gezeichnet, sondern „geschrieben“. Schmetterlingsflügel? Es stellt sich heraus, dass die Flecken an der Vorderkante des Perlmuttflügels sehr an Zahlen erinnern und bei einigen Arten (z. B. bei Aglaia, Niobe oder Adippa) sogar eine vierstellige Zahl deutlich lesbar ist - zum Beispiel 1356, 1358. Schauen Sie selbst und lesen Sie!
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