In der Wissenschaft heißt es Aporia crataegi. Weiß mit schwarzen Adern, wird oft verwechselt mit Kohl. Die Massenjahre des Schmetterlings beginnen Ende Mai. Raupen des Weißdorns leben von Traubenkirschen. Bei heißem Wetter versammeln sich Schmetterlinge in der Nähe von Teichen und saugen eifrig Wasser.
Mit diesem Schmetterling ist der Mythos des „blutigen Regens“ verbunden. Beim Schlüpfen aus der Puppe hinterlässt der Schmetterling einen Tropfen roter Flüssigkeit, der an Bäumen und Sträuchern aushärtet. Und wenn es regnet, fallen rote Tropfen auf die Menschen, die sich unter den Bäumen verstecken. Und es regnet „blutig“, was im mittelalterlichen Europa ein Vorbote der „Strafe Gottes“ war.
Doch was hat das mit Ernteausfällen zu tun? Und so beginnt bei heißem Wetter die Zeit der Massenvermehrung des Weißdorns und damit auch anderer Schädlinge der Kulturpflanze.
Schmetterlings-Weißdorn hat eine Generation. Raupen halten Winterschlaf und wachen auf, sobald die Knospen der Vogelkirsche anschwellen.
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